Verwendung von Stammzellen in der Schönheitsmedizin

Stammzellen in der Schönheitsmedizin

Die Nutzung von Stammzellen ist in der Medizin weit verbreitet, allerdings sollten sowohl Chirurgen als auch Patienten mit ihren Vorstellungen auf dem Boden der Tatsachen bleiben.

Stammzellen haben gewisse Eigenschaften, welche normale Zellen nicht haben – das heißt aber lange noch nicht, dass sie Gesicht und Körper verjüngen können.

Auf der Suche nach dem ewigen Jungbrunnen?

Die Zeit kann nicht angehalten werden, so auch der menschliche Stoffwechsel nicht. Man altert mit voranschreitender Zeit, das lässt sich nicht vermeiden – auch nicht durch Stammzellen.

Stammzellen sind eine, wenn man es so nennen will, Vorform der körpereigenen Zellen und entwickeln sich, ganz auf das umliegende Gewebe ankommend, in Muskeln, Knochen oder auch Fettgewebe.

Allerdings sollte man die möglichen Ergebnisse einer Stammzellenbehandlung realistisch beurteilen. Frauen über vierzig, die sich vorstellen, das Gesicht einer Zwanzigjährigen zu erlangen, sind sicherlich nicht für eine Stammzellentherapie geeignet. Auch die Schönheitsmedizin hat ihre Grenzen – und das sollte den Patienten in Vorgesprächen klargemacht werden.

Der Einsatz von Stammzellen in der Schönheitsmedizin

Somit ist der Einsatz von Stammzellen in der Schönheitsmedizin ein sehr kontroverses Thema.

Heutzutage werden Stammzellen vor allem zur Vermehrung des Fettgewebes bei Eigenfetttherapien angewendet. Bei einer Eigenfettbehandlung wird Fett mittels einer Liposuktion von einer Körperstelle abgesaugt. Danach wird es aufbereitet und in eine andere Stelle eingepflanzt.

Dieses sogenannte Lipoaspirat enthält auch Stammzellen. Diese werden vom Lipoaspirat isoliert und später an der gewünschten Stelle eingesetzt – dort, wo das Fettgewebe wachsen soll.

Dies macht die Transplantation von Eigenfett effektiver – denn nach dem Einpflanzen von Eigenfett an anderen Körperstellen überlebt nicht immer das gesamte Fett. Viele Fettzellen sterben, bevor sie an das körpereigene Durchblutungssystem angeschlossen wurden.

Werden gleichzeitig Stammzellen angepflanzt, erhöht sich die Überlebensrate anscheinend. Eigentlich verwandeln sich die Stammzellen aber in Fettgewebe und sorgen damit für ein besseres Ergebnis.

Anwendung bei dünnen Patienten

Extrem dünne Patienten ohne überschüssiges Fett sind typische Kandidaten für eine isolierte Stammzellentherapie. So kann es beispielsweise bei Frauen zu kleinen Brustvergrößerungen führen, wenn Stammzellen in das Fettgewebe der Brust eingepflanzt werden. Hier gibt es allerdings keine Erfolgsgarantie wie bei Silikonimplantaten.

Auch bei einer Fettgewebe-Atrophie, bei welcher das Fettgewebe schwindet, werden derzeit Stammzellenbehandlungen eingesetzt.

Christian

Ich arbeite derzeit als Social-Media-Betreuer in Hamburg, habe mich aber in meiner Kindheit schon immer für den Beruf des Chirurgen interessiert. Mit dem Studium wurd es allerdings leider nichts, da ich den Bereich Schönheitschirurgie aber immernoch sehr faszinierend finde möchte ich in diesem Blog mein Wissen darüber mit euch teilen.